Verlängert Kaffee wirklich das Leben?

Radfahrer trinken gerne guten Barista Kaffee

Autor Gabor

Ambitionierte Rennradfahrer seit mehr als 45 Jahre. Italien-Fan und Rotwein Trinker. Mein Hobby kann ich jetzt in Rocket Ciclista e Barista, Liestal verwirklichen.

9 Dez, 2022

Wer mehr Kaffee trinkt, lebt länger

Zaubertrank gegen alles

3–4 Tassen Kaffee trinken am Tag, verlängert das Leben
Wer mehr Coffee trinkt, lebt länger
Gute Nachricht für Kaffee-Liebhaber: Der Koffein-Trank verlängert das Leben! Wer mindestens vier Tassen pro Tag trinkt, verlängert sein Leben um 64 Prozent im Vergleich zu Nicht-Trinkern. / Foto: Adobe Stock/Izabela Magier
3–4 Tassen Kaffee trinken am Tag, verlängert das Leben – auch im Rocket :)

Kaffee verhilft offensichtlich zu einem längeren Leben. Am Kongress der europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Barcelona präsentierten Forscher der spanischen Universität Seguimiento von Navarra erstaunliche Resultate. Wer mehr davon trinkt, reduziert massiv das generelle Risiko, früh zu sterben.

 

 

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Die Universität begann die Studie 1999. 19’896 Personen nahmen daran teil, alles Studienabgänger spanischer Universitäten. Untersucht wurde, wie sich der Kaffee-Konsum auf die Sterblichkeit von Menschen mittleren Alters auswirkt. Zu Beginn der Studie lag das Durchschnittsalter bei 37,7 Jahren. Im Schnitt wurden die Teilnehmer während zehn Jahren beobachtet. Insgesamt starben 337 Personen während des Projekts.

Kaffee-Liebe über alles, schon am Morgen

Vier Tassen pro Tag machen den Unterschied

Der positive Effekt von Kaffee auf die Testpersonen war massiv: Wer mindestens vier Tassen pro Tag trinkt, bei dem liegt die Wahrscheinlichkeit zu sterben 64 Prozent tiefer als bei Menschen, die nie oder fast nie der schwarze Genuss trinken.

Bei über 45-Jährigen hatte auch die Veränderung der Menge Einfluss auf die Sterblichkeit: Wenn jemand pro Tag noch zwei zusätzliche Tassen Kaffee trank, sank die Sterblichkeit noch einmal um 30 Prozent. Bei unter 45-Jährigen zeigte sich dieser Effekt nicht.

Die Kardiologin Adela Navarro kommt zum Schluss, dass Kaffee in Zukunft in der Ernährung eine wichtigere Stellung einnehmen sollte.

Kardiologin rät zu Kaffee-Diät

«Vor allem bei über 45-Jährigen reduziert Kaffee massiv das Sterberisiko», sagt sie. Die Herz- und Kreislaufspezialistin rät zur Kaffee-Kur: «Unsere Resultate zeigen, dass vier Tassen Kaffee pro Tag für gesunde Menschen sehr wohl Teil einer gesunden Diät sein können.»

Woher der positive Effekt kommt, erläutert die Studie nicht. Frühere Untersuchungen fanden verschiedene gesunde Inhaltsstoffe im Kaffee. Neben Koffein und Diterpen enthält das Getränk auch Antioxidantien, die einen schützenden Effekt auf den Körper haben.

Kaffee-Diät wird von Kardiologin empfohlen.
Studien mit hohen Teilnehmerzahlen bestätigen, Kaffee verlängert das Leben

Studie bestätigt frühere Resultate

Im Juli kam bereits ein Forschungsteam der britischen Universität Reading zum Schluss, dass Kaffeetrinker länger leben. Sie nahmen die Sterbedaten von mehr als einer halben Million Menschen aus zehn europäischen Ländern unter die Lupe. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in den «Annals of die Internal Medicine».

Sie erhielten bei Männern eine um zwölf Prozent geringere Sterblichkeit und bei Frauen immerhin noch eine von sieben Prozent. Die Resultate der aktuellen Studie fielen aber deutlich markanter aus.

Drei bis vier Tassen scheinen für die Gesundheit am besten zu sein

Der grösste positive Effekt zeigte sich im Hinblick auf Lebererkrankungen wie einer Leberzirrhose. Letztlich scheine es auch einen vorteilhaften Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und Parkinson, Depression und der Alzheimer-Krankheit zu geben.

Ein moderater Konsum scheint der Gesundheit eher gutzutun als ihr zu schaden, so das Fazit der Forscher. Eine Ausnahme seien jedoch schwangere Frauen und Frauen mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, da Kaffee mit einem leicht erhöhten Fraktur-Risiko in Zusammenhang stand. Weil es sich bei den analysierten Studien in erster Linie um Beobachtungsstudien gehandelt habe, könne ihre Übersichtsarbeit allerdings keine definitive Aussage über Ursache und Wirkung machen, so die Forscher. Hierfür sei es notwendig, grössere, kontrollierte Studien durchzuführen.

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Der Name wurde erstmals 1645 verwendet, als es in Italien Lokale gab, die beides servierten – Alkohol und Kaffee. Die Barista bedienten sich der traditionellen türkischen Methode, bei der sie jedem Gast Kaffee aus einer Kupferkanne servierten.